William Shakespeare
Der Mensch ist eine Insel, auf der sich die Geschichte seines Lebens ereignet. Eine Insel aus Raum und Zeit. Shakespeares Sturm spielt auf einer Insel, auf einem kuriosen Eiland zwischen Sein und ... » weiter
Sonntag 01.05.2016
19:00 Uhr
Dauer: 2 Std. 30 Min.
keine Pause
William Shakespeare
Der Mensch ist eine Insel, auf der sich die Geschichte seines Lebens ereignet. Eine Insel aus Raum und Zeit. Shakespeares Sturm spielt auf einer Insel, auf einem kuriosen Eiland zwischen Sein und ... » weiter
Freitag 06.05.2016
10:00 Uhr
Dauer: 2 Std. 30 Min.
keine Pause
Vorstellung für die Fachoberschule LA
William Shakespeare
Der Mensch ist eine Insel, auf der sich die Geschichte seines Lebens ereignet. Eine Insel aus Raum und Zeit. Shakespeares Sturm spielt auf einer Insel, auf einem kuriosen Eiland zwischen Sein und ... » weiter
Freitag 06.05.2016
20:00 Uhr
Dauer: 2 Std. 30 Min.
keine Pause

Inszenierung der Spielzeit 2015 / 2016

Pressestimmen zu "Atmen"

Kind – ja oder nein? Duncan Macmillans Stück „Atmen“ funkt im Kleinen Theater  Die Schaukel wippt auf und ab, flirrt im Kreis, schnellt hoch, ist selten in Balance, im Foyer des Kleinen... mehr »

 

Der Sturm  von William Shakespeare
Regie: Sven Grunert / Bühne: Helmut Stürmer
Schauspiel: Julius Bornmann, Maja Elsenhans, Knud Fehlauer, Sebastian Hofmüller, Sven Hussock, Rudi Knauss, Stefan Lehnen, Christian Mark, Anna Schumacher, Andreas Sigrist

 

Kreischend fährt der Zug in den Bahnhof ein, ich springe vom Trittbrett und falle hin. Die Menschen auf dem Bahnsteig lachen...Ich scheuche sie weg, wie Tauben flattern sie auseinander und lassen Federn. Ich fange eine davon auf und stecke sie mir in die Nase…Sie riecht nach Ferne. Ich hole tief Luft und falle um. Als ich aufwache, steht eine Frau vor mir und legt mir eine Taubenfeder auf die zugenähte Brust und lächelt: „Fast wären Sie daran erstickt...“ Max Müller

Willkommen in der Spielzeit 2015/2016!

Ankommen in dem, was ist. Ankommen in dem, was sein kann. Ankommen in einer Welt, die immer mehr woanders ist. Im Netz, verkabelt, verlinkt, entfernt. Im Meer der Daten und Zahlen. Ankommen in einer Wirklichkeit, die immer komplexer wird, undurchschaubarer, ferner, entfremdet in den Mechanismen der Macht, undemokratischer in ihrer Gestaltung.

Das kapitalistische System entgleist mit seinen globalen Mechanismen, entmenschlicht die Gesellschaft digital in den Algorithmen des Gewinns. Zur Welt kommen heißt auch immer wieder zur Sprache kommen, zu den Inhalten dieser Welt, zum Innersten in uns selbst. Das kleine theater will die Realität kritisch verhandeln. In den Achtzigerjahren nannten wir das: Mehr Demokratie wagen durch Polarisation und Kristallisation...Auseinandersetzung gegen Konformität und Opportunismus. Ein Theater, das sich nicht zur Wirklichkeit verhält, ist ein totes Theater. Ein Theater ist ein Ort der Konzentration und weniger eine Stätte der Zerstreuung. Ein Ort der Bündelung, ein Ort, an dem wir uns entdecken können – fantasievoll und lebendig.

Das Drama unserer Zeit ist Material unseres ganzen Menschseins. Wir haben für unser Publikum wieder einen breitgefächerten Spielplan zusammengestellt, der thematisch und ästhetisch die Welt unseres kleinen theaters in allen seinen Facetten abbildet. Unser kleines Haus im großen Haus der Welt: poetisch, politisch, rebellisch. Unser Leben ist das, wozu es unser Denken macht. Ich lade Sie herzlich zu weiteren Entdeckungen ein. Ich freue mich auf unsere gemeinsame Theater-Weltreise. Ankommen in dem, was ist, Ankommen in dem, was sein kann.

Lassen Sie sich gefangen nehmen vom Programm im kleinen theater – von unseren Ideen, Sichtungen und Bohrungen. Schauen wir gemeinsam in die Welt.

Auf in die Spielzeit 2015 / 2016!

Sven Grunert