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NEUE HIGHLIGHTS IM FEBRUAR UND MÄRZ!

Premiere: TORQUATO TASSO am 16. Februar um 20.00 Uhr

von Johann Wolfgang von Goethe

Italien. Sommer. Lustschloss Belriguardo. Der Dichter Torquato Tasso, am Hof des Fürsten von Ferrara gerade für die Fertigstellung seines Manuskripts „Das befreite Jerusalem“ gefeiert, hadert mit seiner Rolle als Unterhaltungskünstler im realen Getriebe der Welt. Als Antonio, Vertrauter und Sekretär des Fürsten, Politiker und Weltmann, zu Besuch ist, kommt es zum Kräftemessen. Macht und Poesie, Freiheit und Norm geraten in einen unlösbaren Gegensatz. Es kommt zum Eklat und Tasso wird unter Arrest gestellt. Seiner Freiheit beraubt fühlt er sich betrogen, verraten und gerät in eine tiefe Krise. Die Verbundenheit zur Prinzessin Leonore beschleunigt seine rasenden Gefühle und er gerät mehr und mehr an seine Grenzen.

Was ist Fantasie? Wo hört die Vernunft auf und beginnt der Wahn? Es entspinnt sich ein feinsinniges Psychogramm voller emotionaler Tiefe, das mit rhetorischer Schärfe auf die Bühne kommt. Goethes Künstlerdrama ist vielleicht sein persönlichstes Stück, ein gesteigerter Werther. „Das Drama Tasso ist Bein von meinem Bein, Fleisch von meinem Fleisch“. Es erzählt in meisterhafter Versform von übergroßem Talent und der Nichtigkeit der Existenz, der übergroßen Sehnsucht nach Liebe und Verständnis.

Die Wahrheit ist: ohne letztes Verständnis keine Liebe.

Ein wundersames Seelendrama entspinnt sich zwischen Fantasie und Wirklichkeit. Ein Stück voller Lebenstiefe und der Kunst zu sein. Existentiell und poetisch.

Regie: Sven Grunert
Schauspiel: Julius Bornmann, Sebastian Gerasch, Katharina von Harsdorf, Andreas Sigrist, Louisa Stroux

Dauer: 120 Min. mit Pause

weitere Vorstellungen:

23. Februar 20.00 Uhr
02. März 20.00 Uhr
11. März 19.00 Uhr
25. März 19.00 Uhr



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Premiere: FRANKnSTEIN - das Remake der Jubiläumsspielzeit am 18. März um 19.00 Uhr

Ein assoziativ-humoristischer Blick auf ein Kultphänomen

Mensch und Untier. Schöpfer und Opfer. Leben und Belebtes. Schauerliteratur und Trashmovie. Maske und  Schauspiel. 1818 erschuf die britische Schriftstellerin Mary Shelley mit „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“ einen Mythos, der die Popkultur in den letzten 200 Jahren geprägt hat. Die Romanvorlage verschwindet hinter den Transformationen aus Film, Musik und moderner Literatur. Unvergessen bleibt Boris Karloffs Verkörperung des hybriden Monsters von 1931, ein Klassiker des Horror-Genres.

Im Remake unserer Kultinszenierung von 1993 nähert sich Regisseur Gil Mehmert zusammen mit Matthias Kupfer und Eckhard Preuß dem Kultphänomen. Fantasievoll changieren die Schauspieler zwischen Slapstick und Monty Python. Zirzensischer Zauber im virtuosen Spiel.

Ein Festival des schwarzen Humors – back on stage!

Regie: Gil Mehmert
Schauspiel: Matthias Kupfer, Eckhard Preuß

Dauer: 80 Min. ohne Pause

weitere Vorstellung:

23. März 20.00 Uhr

Gil Mehmert inszenierte als freischaffender Regisseur und Theaterkomponist am Schauspielhaus Bochum, Hans Otto Theater Potsdam, Schauspielhaus Graz, Neumarkt-Theater in Zürich, Schauspiel Essen und in München am Volkstheater und am Prinzregententheater u.a. Er wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet wie u. a. mit dem Publikumspreis der Bayerischen Theatertage 1997 für seine Inszenierung von "Einer flog über das Kuckucksnest", dem Theaterpreis des Impulse-Festivals 2001 für "I Hired A Contract Killer" und dem Preis für die beste Regie der Bayerischen Theatertage 2005 für "Die Weber".

Am kleinen theater - KAMMERSPIELE Landshut führt er seit der ersten Spielzeit in vielen Produktionen Regie, in "Das Tagebuch der Anne Frank", "Zimmer frei", "Der Messias", "Kunst", "Die Schönheitskönigin von Leeane", "Frank & Stein", "Der Kontrabass", "Ein Winter unterm Tisch", "Mr. Pilks Irrenhaus" u. a.

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Premiere: NIGHT AND DAY am 10. Februar um 20.00 Uhr - Gastspiel

„Gar gekocht in Veuve Cliquot“ und immer mit einem Bein am Abgrund: Auf den fiebrigen Spuren von F. Scott und Zelda Fitzgerald. Eine szenisch-musikalische Collage basierend u.a. auf dem Briefwechsel des glamourösesten Ehepaars der Jazz-Ära. Die exzessive Musik dazu liefern Songs von Cole Porter, interpretiert von Susanne von Medvey und Thomas M. Meinhardt unter der Regie von FRIEDRICH RAUCHBAUER.

Regie: Friedrich Rauchbauer
Schauspiel: Thomas M. Meinhardt, Susanne von Medvey

Dauer: 75 Min. ohne Pause

weitere Vorstellungen:

24. Februar 20.00 Uhr
10. März 20.00 Uhr
24. März 20.00 Uhr

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DER KOMPARSE: Gastspiel von Sigi Zimmerschied am 22. Februar um 20.00 Uhr

Pappnase und Totenlicht – das sind die Koordinaten in Stephan Fadingers Leben. Bis er einen Höhenflug in die luftigen Sphären der medialen Eliten erlebt, immer nur einen Handbreit vom Absturz entfernt.

Höhepunkte sind ein erfolgreiches Versteckspiel im Kindergarten, ein Krippenspielauftritt als "Hirte mit Schaf", sein Berufsbeginn im Katasteramt, ein Schienbeinbruch beim Behördenfußballturnier, ein Betriebsausflug in die Wachau, eine Geisterbahnfahrt mit der Amtsbeauty Isabella und die kleine Zuneigung von Lisa, seiner Schulfreundin.
Ansonsten ist sein Leben eine Komparserie.

Der Komparse. Gespielt, erzählt, gelesen.
Ein Abend mit SIGI ZIMMERSCHIED.

Dauer: 90 Min. mit Pause

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Pressestimmen zur Inszenierung "DER GOLDENE DRACHE"

All diese Geschichten erscheinen auf den ersten Blick beliebig, bis sich immer deutlicher ein großer Aha-Effekt über einen großen Zusammenhang einstellt: Die Gesellschaft zermalmt ihre Schwächsten. Dass dieser Aha-Effekt zustandekommt, verdankt sich neben der Inszenierung den fünf hochkonzentrierten und zugleich quicklebendigen Schauspielern, die dauerhaft präsent sein müssen für jede Figur, in die sie teilweise sogar ganz sichtbar schlüpfen. Maja Elsenhans, Knud Fehlauer, Andreas Mayer, Martin Müller und Nicola Trub tun dies beeindruckend sicher und erwecken emotionale Dimensionen, die hinter der Spielordnung stehen. Wir sehen ein Labor der (Un-)Menschlichkeit. Und da fliegt er hin, dieser Schneidezahn, und macht sich auf den Weg in die Suppe (scharf).

Christian Muggenthaler, Landshuter Zeitung, 16. Januar 2018

 

Schauspielerisches Zentrum ist Maja Elsenhans, farbsymbolisch mit roten Accessoires hervorgehoben (Kostüme Irina Kollek). Sie gibt das Arbeitstempo vor, wuselt in chinesischen Trippelschritten als nimmermüde Ameise über die Bühne und versklavt die Grille, die sich immer wieder prostituieren muss, um den Winter zu überleben, ohne die Freier von ihren Leiden befreien zu können. Martin Müller spielt die Grille mit Sensibilität. Wenn er mit dem Violinbogen über ein Sägeblatt streicht, erklingt wehmütig die verloren gegangene Poesie. Knud Fehlauer setzt stimmlich und mimisch subtile Akzente. Mit einer hochgezogenen Augenbraue ironisiert er die exzentrische Art der Stewardess, Andreas Mayer gibt seinen kleinen Rollen eine authentische Natürlichkeit. Auch wenn man bei Nicola Trub schärfere Rollenprofile vermisst, und ihr Intermezzo als Kölner Lebensmittelhändlers als unnötige Soloeinlage den Spielfluss stört, sind Stück und Inszenierung von beachtlicher Nachhaltigkeit.

Michaela Schabel, Landshut aktuell, 17. Januar 2018, Mittelbayrische Kulturnachrichten, 14. Januar 2018

 

Für das Ensemble ist „Der goldene Drache“ Schwerstarbeit. Maja Elsenhans, Knud Fehlauer, Andreas Mayer, Martin Müller und Nicola Trub agieren unter der Regie von Jochen Strodthoff mit bewundernswerter Hingabe und bewältigen auch die kunstvollsten Satzkaskaden des Textbuches souverän. Auch das ständige, zum Teil schweißtreibende Hin- und Herspringen zwischen den Rollen gelingt hervorragend. Jochen Strodthoff inzeniert mit ruhiger, fast ordnender Hand und klarer Struktur und gibt dem Zuschauer immer wieder ganz kleine Fingerzeige bei den Requisiten, die zur Szenenentschlüsselung wertvoll sind.
Fazit: „Der goldene Drache“ im Kleinen Theater ist durchaus schwere Theaterkost – zum Teil berührend, zum Teil philosophisch, zum Teil mysteriös, zum Teil verstörend und brutal. Regie und Ensemble zeigen Bestleistungen bei diesem szenischen Sushi-Fließband im Rottenkolberstadel.

Thomas Ecker, Wochenblatt, 17. Januar 2018

 

Strodthoff forciert Chinawitz und Bühnenaktion und trifft sehr gut den Rhythmus des Textes, aus dem sich zunächst der Aberwitz herausschält, bereits gepaart mit Gesellschaftkritik - der Zahn eines illegal arbeitenden Küchengehilfen muss raus und landet in der Suppe einer Stewardess. Immer stärker werden Stück und Aufführung dann zu einer bösen Parabel, von Schimmelpfennig vielleicht ein bisschen zu gnadenlos auserzählt: Es geht um das Märchen von der Ameise und der Grille; die Ameise ist fleißig, die Grille macht den ganzen Sommer über nur Musik, hat im Winter nichts zu essen und muss sich bei der Ameise prostituieren. Wie die Arbeitsmigranten im Lokal. Ein Mädchen wird von einem Besoffenen zusammengeschunden wie "ein Ding". Der Grat zwischen Lachen und Grauen ist scharf bei Strodthoff und seinen fünf präzisen Darstellern. Da ist viel Wahrheit drin.

Egbert Tholl, Süddeutsche Zeitung, 17. Januar 2018

weitere Vorstellungen:

25 Februar 19.00 Uhr
09. März 20.00 Uhr

 

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Ihr kleines theater - KAMMERSPIELE Landshut

*Unser Leben ist das, wozu es unser Denken macht (Marc Aurel)

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