Inszenierungen seit 1992 - Auswahl

DER GOTT DES GEMETZELS

von Yasmina Reza

Paris 2007. Das Leben der Houillés und Reilles verläuft in seiner gewohnten Ordnung. Es bewegt sich zwischen festgesteckten Eckpunkten: Job, Erfolg, Heim, Familie. Michel, Véronique, Alain, Annette... Ein Quadrat der Normalität. Doch der Gott des Gemetzels zerschlägt die gewohnte Ordnung und das Chaos hält Einzug. Eines Tages schlägt ein Sohn auf dem Schulhof dem anderen einen Zahn aus. Kain und Abel... Wer hat Schuld? Woher kommt die Schuld? Was ist Schuld? Man setzt sich zusammen, ganz vernünftig, plötzlich herrscht Uneinigkeit. Kleine Ungerechtigkeiten und Sticheleien, Anfeindungen, die beiden Ehepaare legen die Karten ihrer Beziehung auf den Tisch... Es beginnt ein Schauspiel, das zur Komödie wird und alle Genres des Lebens durchläuft. Die Etikette geht baden, die Fassade des Kultivierten bröckelt und gibt den Blick frei auf archaischere Wesenszüge. Die Konstruktionen beginnen zu wanken, der Turm von Babel fällt: Hier herrscht er: der Gott des Gemetzels. Wer sind wir und warum ist es so schwer das zu sein was wir sind? Grotesk, grimmig, böse ironisch – ein unterhaltsames Lehrstück über moderne Höhlenkultur. Das Stück der Saison 07/08. Nach seiner Uraufführung in Zürich am Schauspielhaus der Renner der Theatersaison. Nach „Kunst“ und „Drei mal Leben“ wieder ein Stück von Yasmina Reza im kleinen Theater.

Premiere: 7. Februar 2008

Dramaturgie: Ulrike Kitta

Schauspiel: Petra Einhoff, Julia Koschitz, Klaus Schreiber, Andreas Sigrist

Kostüme: Helmut Stürmer

Deutlicher als Dieter Dorn in München zeigt Sven Grunert die Einsamkeit der Menschen, ihre Verlorenheit.
Inszenierung der Spielzeit 2007 / 2008
"Sven Grunerts Landshuter Inszenierung hat ihre hochkomischen Seiten. Grunert sucht nach den Abgründen die sich auftun, wo man tief in die Seelen der Menschen blicken kann. Deutlicher als Dieter...

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