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DIE WAHRHEIT

von Florian Zeller

Du belügst ihn nicht, Alice. Du sagst ihm nur nicht die Wahrheit. Das hat nichts miteinander zu tun! 

Elegant, vielschichtig und bunt schillernd kommt "Die Wahrheit" des französischen Autors Florian Zeller daher. Von besagter Wahrheit und "von den Vorteilen, sie zu verschweigen, und den Nachteilen, sie zu sagen", handelt das Stück. Die Versuchsanordnung des Franzosen sieht vor: Seitensprünge, Ehepaare in der Krise, allerlei Amouröses und die erstaunlichen Geheimnisse von vier Zeitgenossen mit- und vor allem voreinander. Was auf den ersten Blick wie eine Boulevardkomödie erscheint, ist in Wahrheit eine sehr unterhaltsame Lektion über die Untiefen der Lüge, die letztlich keinen sicheren Boden bietet. Die Handlung ist aufregend wie eine Alpenstraße: Man weiß nie, was hinter der nächsten Kurve kommt. Am Ende steht die Erkenntnis, dass es in Beziehungsfragen sowieso keine letztgültige Sicherheit gibt.  Zellers Stück ist prall gefüllt mit Witz und Überraschungen und braucht den Vergleich mit den ähnlich gestrickten Meisterwerken von Yasmina Reza nicht zu scheuen. In "Die Wahrheit" kommt die Wahrheit nur höchst ungern ans Licht, und es ist Voltaire, der, vom Autoren zitiert, mit einer höchst pragmatischen Botschaft aufwartet: "Die Lüge ist eine Tugend, wenn sie es erlaubt, das Leiden zu vermeiden." Die Komödie probiert den moralischen Grundgehalt dieses Satzes genüsslich und mit sehr viel französischem Charme aus. Regisseur Matthias Eberth hat diesen Charme entdeckt und mit ihm die vielen Geheimnisse des Quartetts.

Premiere: 19. Oktober 2012

Dauer: 1 Std. 30 Min.
Inszenierung der Spielzeit 2012 / 2013
Michel, erfolgreicher Geschäftsmann, gut in Schuss und Betrieb, hat ein Verhältnis mit Alice, der Frau seines besten Freundes Paul, und versucht, diese heimliche Hotelbeziehung mit den Mitteln des...

Aufführungstermine und Ticketbestellung

 

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