Inszenierungen seit 1992 - Auswahl

PORNOGRAPHIE

von Simon Stephens

„Pornographie“ von Simon Stephens ist aufrüttelndes, von der Kritik gefeiertes Gegenwartstheater, eine seismographische Zustandsbeschreibung der westlichen Kultur. „Pornographie“ bedeutet hier im übertragenen Sinne die Gewalt, die in jedem von uns angelegt ist und die von uns alltäglich voyeuristisch beobachtet wird. Nach Hamburg, Hannover und Berlin endlich auch in Landshut. Das Stück erzählt von einem Tag der Katastrophe, spart diese aber selber aus. Es schildert schildert in sieben Episoden den Alltag von acht Großstadtmenschen, ganz normale Londoner, die in ihren inneren und äußeren Beziehungen verstrickt sind, in Sehnsüchten, Hoffnungen und Ängsten. Und die, gefangen in den Schablonen ihrer eigenen Wahrnehmung, allesamt Tabubrüche begehen, weil sie sich nur im Moment der Grenzüberschreitung lebendig fühlen. Währenddessen spielen sich in London Tage der Euphorie, der Aufbruchsstimmung und der großen Katastrophe ab: Nach dem Live Konzert im Hyde am 2. Juli erhält London am 6. Juli 2005 die Zusage für die Olympiade 2012.  Am 7.Juli 2005 lösen vier Selbstmordattentäter Sprengsätze in der Londoner U-Bahn aus…. Simon Stephens, 1971 in Stockport in England geboren, wurde von der Zeitschrift Theater heute 2008 für „Pornographie“ als bester ausländischer Dramatiker ausgezeichnet und ist einer der meist gespieltesten, erfolgreichsten Theaterautoren der Gegenwart.


Premiere: 12. März 2010

Szenographie: Toni Gruber

Dramaturgie: Susanne Hindenberg
Regieassistenz: Jakob Haller

Schauspiel: Anton Algrang, Julia Kunze, Birte Rüster, Gerrit Selmeier, Magda Stief, Urs Fabian Winiger
Film: Thomas Forster, Hagen Wiel

Kostüme: Karin Stephany

Technik: Björn Andresen, Markus Arndt, Vladimir Baglay, Jürgen Behl
Der Terrorist entpuppt sich als höflicher Familienvater, der Frau und Kinder morgens zum Abschied küsst, ehe er sich auf den Weg macht um sich und andere in die Luft zu sprengen.
Inszenierung der Spielzeit 2009 / 2010
„Eine beeindruckende Theaterarbeit“ BR2 -----„Das ist eine britische Spezialität: Dieser knallharte Realismus, den Leuten unter die Hausdächer zu schauen. (…) Die Normalität als künstliches Koma:....

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