Inszenierungen seit 1992 - Auswahl

DIE SEKRETÄRINNEN

von Franz Wittenbrink

Akten wälzen und Frühstücks-, Mittags- und Kaffeepause - hat das Leben einer Sekretärin nicht mehr zu bieten? Durchaus. Sie beenden in aller Ruhe ihr Privatgespräch, während es sich in der Telefonleitung staut. Sie riskieren täglich zwischen Aktenreitern und Kopierer die sauber manikürten Fingernägel. Die Individualität liegt in der abschließbaren Schreibtischschublade, dem prachtvollen Wachstum der Grünpflanze, und ihre melodramatische Sehnsucht nach den Abgründen hinter der Tür zum Chefzimmer ist unstillbar. Sie sind Therapeutin, tröstender Mutterersatz und Seele eines jeden Büros. Deshalb können nur sie allein ihren Chefs jeden Wunsch von den Augen ablesen - die vielgeliebten, oft unterschätzten Sekretärinnen. Wer aber kennt die geheimen Sehnsüchte, die Abgründe, die Fantasien der seriösen Chef-Vertrauten? Mit einem Hauch Nostalgie, einem Schuss Sex-Appeal und viel Augenzwinkern erklingt alles, was das Herz begehrt. Die Sekretärinnen schmachten und telefonieren, spinnen Liebesfantasien und fliehen ersatzweise in die Arme des Büroboten, dem einzigen Mann weit und breit. "Ich bin stark", "Für mich soll's rote Rosen regnen" oder "Respekt". Was die Damen und ein Herr singen und spielen, garantiert wunderbare Unterhaltung.

Premiere: 9. November 2003


Schauspiel: Franziska Ball, Ursula Berlinghof, Marc Bernhard, Julia Dahmen, Petra Einhoff, Carmen-Dorothé Moll
Musik: Spassina Armenkow


Inszenierung der Spielzeit 2003 / 2004
"Wenn neunzig Minuten lang nichts dem Zufall überlassen bleibt, dann liegt das an Petra Dannenhöfers Einfallsreichtum in Sachen Regie. Bei ihren Sekretärinnen dreht sich alles um das Leben und...

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