Inszenierungen seit 1992 - Auswahl

TAG DER GNADE

von Neil LaBute

Was würde ein Mensch tun, wenn er die Chance bekäme, Tabula rasa zu machen und sein Leben ganz neu anzufangen?
New York am 12.9.2001. Einen Tag nach der großen Katastrophe liegt gelber Staub und beißender Qualm in der Luft. In Neil LaButes neuem Stück Tag der Gnade ist diese Katastrophe ein Augenblick der Befreiung. Denn zumindest erscheint das Ben so, der an diesem Morgen auf dem Weg zu seinem Büro im World Trade Center seine Geliebte Abby in ihrem Appartement besucht und so, völlig unbemerkt, den Anschlag auf die Twin Towers überlebt hat. Für einen Moment glaubt er, seiner Familie, den Kindern, seiner verpfuschten Karriere, dem Alltag und seinen Verpflichtungen, den Lügen und der Schuld gewissermaßen entschlüpft zu sein. Die Katastrophe hat ihm scheinbar ein neues Leben geschenkt. Ist der 11. September wirklich ein kathartischer Moment, nach dem sich das falsche Leben nicht mehr weiter führen lässt, ein Moment der Reinigung, der Wahrheit? Oder verheißt er die Rückkehr in den Stand der Unschuld, einen Tag Null, an dem alle Lügen der Vergangenheit mit einem Schlag getilgt sind und ein neuer außermoralischer Urzustand gewonnen werden kann?

Premiere: 6. März 2004



Schauspiel: Julia Koschitz, Georg Peetz

Kostüme: Helmut Stürmer

Inszenierung der Spielzeit 2003 / 2004
"Mit Präzision und punktgenau in den Pointen hat Sven Grunert den Text jetzt im kleinen theater Landshut auf die Bühne gebracht. Den inhaltlichen Leerläufen begegnet seine kluge und uneitle...

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