im Spiegel der Presse

Pressestimmen zu "Die Irrwischkönigin"

Die Liebe darf nie verloren gehen
Kinder staunen im Kleinen Theater über „Die Irrwischkönigin“

Barbara Kratz spielt neun Rollen im fliegenden Wechsel – die Kinder lauschen gespannt.

König und Königin sind unglücklich, weil sie kein Kind bekommen. Erst durch die Irrwischkönigin wird ihr Wunsch erfüllt, allerdings unter der Bedingung, dass ihm die gegebene Liebe nie verloren gehen darf. Der Königssohn wächst heran, verliebt sich in ein Waldmädchen, verhindert ihre Ermordung durch die Häscher des Vaters und verliert durch den Zauber einer Blume, die die Königin ins Spiel bringt, sein Gedächtnis. So kehrt der Königssohn in das Geisterreich der Irrwischkönigin zurück. Doch das tapfere Waldmädchen findet mit Hilfe ihrer Taube ihren Liebsten und erlöst ihn durch ihre Liebe. Nun steht dem Happy End nichts im Wege.

„Vergesst die Liebe nicht!“ ist die Botschaft. Ein kleiner Junge denkt laut „Aha!“ und scheint alles begriffen zu haben. Gebannt folgen die kleinen Gäste diesem wunderbaren Spiel, wieder aus der kreativen Feder von Diana Anders und von Barbara Kratz in Szene gesetzt. Sie erzählt und spielt alle Rollen inklusive Taube. Am Ende stellt sich heraus, dass sie selbst das Waldmädchen ist und ihr Sohn wieder ein Waldmädchen ist, mit dem Unterschied, dass er sie jetzt sofort lieben darf.

Mit einfachsten Mitteln beflügelt Barbara Kratz die Fantasie von Groß und Klein. Zwischen wenigen Stangen entstehen Schloss und Hütte, Wald und Moor, Nacht und Sonnenschein. König und Königin lässt sie als Handpuppen über des Schlosses Zinnen agieren, die Irrwischkönigin als große exotische Maske (Puppenbau/ Sylvia Wanke). Statt des Prinzen umarmt sie nur seinen Mantel und später seinen weißen Geisterumhang. Von den Mördern hält sie als Königssohn Vermummungen in der Hand, die er dem König entgegenschleudert.

Nur als Erzählerin ist Barbara Kratz real, eine ältere, liebenswürdig fröhliche Frau im Desigual gemusterten Rock mit einer sprechenden Taube auf der Schulter. Mit exotischen Geräuschen begleitet Barbara Kratz das Spiel, entführt mit Rasseln, Klappern, Trommeln, Geigenbogen auf Metall in die Vogelwelt des Waldes, in die geheimnisvolle Moorlandschaft der Irrwischkönigin. Regen und Sturm werden hörbar. Mächtig klingt ihre Stimme unter der Maske, bedrohlich über das Mikrofon, voller Angst, als die Mördern sich nähern und sie später einsam in den Sümpfen herumirrt. Doch beherzt und mutig besteht das Waldmädchen aus der Perspektive der Erzählerin der Vergangenheit alle Gefahren. Mucksmäuschenstill verfolgen die Kinder das spannende Spiel und atmen auf, als endlich das Gute siegt.

Michaela Schabel, Landshut aktuell, 14. Dezember 2016

Foto: c) Meyer Originals

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