im Spiegel der Presse

Inszenierung der Spielzeit 2010 / 2011

Pressestimmen zu "JOHN GABRIEL BORKMANN"


"Sven Grunert sucht den Zugang zu Ibsens Figuren, indem er ihre Verhaltensweisen psychologisch zu deuten versucht. Dazu holt er sie in einen abstrakten, symbolhaft mit Tüchern und Spiegeln bestückten Raum (Bühne: Helmut Stürmer), in dem sie nach acht Jahren Gewöhnung fast stillgelegt sind...Die Mischung aus Verstörung, Enttäuschung und Lebensgier, Hass und Liebe wird lediglich angedeutet. Innere Öde, gar unterdrückte Gefühle, Ambivalenzen zeigen diese Figuren allenfalls hintereinander, nicht im Widerstreit miteinander erspielt ...Man sieht eine Inszenierung, in der die Zeit still steht."

Landshuter Zeitung

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"Was man bei Jaschke und Hengge als sehr subtiles, enorm ausdifferenziertes Spiel würdigen muss, ist bei Sigrist nicht weniger als: eine herausragend vielschichtige Interpretation des Kotzbrocken John Gabriel Borkmann ... überwältigende Leistung.... ein phantastisches Stück von Henrik Ibsen, inszeniert vom großartigen Sven Grunert, getragen von einem beeindruckend homogenen Ensemble, akzentuiert durch ein eigenwilliges Bühnenbild von Helmut Stürmer.... "

Wochenblatt

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"Das knisternde Feuer, kalt projiziert, lässt nur die Sehnsucht nach Wärme fühlen und das Reich der Schatten aufflackern. In dieser gespenstischen Atmosphäre ... gelingt unter der Regie von Sven Grunert Ibsens "John Gabriel Borkmann" zum spannenden Kammerspiel psychischer Vergangenheitsbewältigung eines Bankdirektors, der durch illegale Bankgeschäfte seine Familie und sein soziales Umfeld ruiniert."

Landshut aktuell

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"Düster, trostlos, verzweifelt: In der aktuellen Inszenierung von Henrik Ibsens "John Gabriel Borkmann" an den Kammerspielen Landshut – kleines Theater geht es von der ersten Sekunde an ans Eingemachte. Intendant und Regisseur Sven Grunert fährt seinen Personen in die Seele, zeigt Menschen, die sich gegenseitig das Herz aus dem Leib reißen, und am Ende bleiben ein nackter toter Mann und zwei trauernde Schwestern vor den Scherben ihrer Existenz...Ein halbes Dutzend hoch konzentrierter, erfahrener, zupackender Schauspieler hilft ihm dabei, die Menschen auf der Bühne im wahrsten Wortsinn bloßzustellen: Es geht um nichts anderes als die nackte Existenz... Und so entsteht immer mehr der Eindruck, in Landshut einen Ibsen zu sehen, den Grunert am Rande der klassischen griechischen Tragödie angesiedelt hat. Ein mutiges, gelungenes Experiment."

Bayerische Staatszeitung

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"Grunert verzichtet auf sich anbietende vordergründige Aktualisierungsmöglichkeiten. Er wählt die klassische Reduktion auf das Wesentliche, die antike Tragödie assoziieren lässt, enthüllt die Figuren bildlich aus ihrer Erstarrung ... Nackt, aller Verhüllungen entblößt stirbt er (Borkmann) in ihren Armen in der Kälte einer eisigen Nacht, ein eindringliches Schlussbild, eine neu gedeutete Pieta-Metapher für den selbst produzierten Liebesmangel."

Passauer Neue Presse

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