Grußwort zur Spielzeit 2013/2014

Liebes Publikum,

herzlich willkommen in der Spielzeit  2013/2014. Es gilt die Dinge so zu sehen, wie sie sind. Das ist unser Leitmotiv der kommenden Spielzeit. Der Maler Otto Dix fand in diesem Satz das innere Verständnis für seine Kunst und seine Betrachtung auf das Reale. Sein Realismus der neuen Sachlichkeit streifte immer wider die Grenzen des Wahrnehmbaren. In seinem imaginären Blick vereinte er das  Reale, das Symbolhafte und die Imagination unserer Wirklichkeit. Damit wurden seine Bilder zum Ausdruck einer neuen Psychologie.

Das Leben – ein Schauspiel voller Verkleidungen, Enthüllungen, Offenbarungen, voll von hellen und dunklen Seiten unseres Menschseins. Poetisch...politisch...rebellisch... Darin erschließt sich unser theatraler Raum des Möglichen. Es gilt die Dinge so zu sehen, wie sie sind. In diesem Satz schwingt auch ein Hauch von Magie. Was gilt und was gilt nicht? Was meint Gültigkeit? Was ist eigentlich sein? In diesem Leitmotiv sieht das kleine theater auch einen Appell an das Fantastische mit all den schönen und bizarren Verzweigungen unserer Wirklichkeiten...

„Die Welt wird heute durch Blitzschläge erleuchtet. Blas' deine Kerzen aus, Laura, und so lebe wohl“, sagt Tom am Ende von „Die Glasmenagerie“ des Tennessee Williams. Dennoch folgen wir im Inneren unseres Seins dem Feuerschein der Poesie des Kerzenlichts. Theater und Wirklichkeit zwischen Licht und Schatten. Poesie manifestiert sich im Schrecken und löst sich auf im Erleben. Dichtung und Wahrheit...Theater.

Weiter geht unsere Reise durch die Lebenswelten und Vorstellungswelten zusammen mit Ihnen, unserem Publikum. Nach unserer erfolgreichen 20-jährigen Jubiläumsspielzeit und der riesigen Zuschauerresonanz, den Festivaleinladungen nach Hamburg, Nürnberg und Wasserburg, den dortigen Preisen für die beste Darstellerin und die beste Produktion, gehen wir nun voller Tatendrang und Energie in die Spielzeit 2013/2014. Unser Programm bietet hautnahes, lebensnahes, rebellisches Theater im Hier und Jetzt.

Wir laden Sie ein in unser kleines Haus im Haus der Welt. Treten Sie also ein in die Welt des kleinen k! Denn Wahrnehmung ist das Tor zum inneren unseres Seins.... Schauen Sie... staunen Sie... entdecken Sie. Vorhang auf, das Spiel beginnt.

Herzlich willkommen in unserer 22. Spielzeit

Ihr
Sven Grunert