Spielzeitprogramm 2018 / 2019

DIE FRAU UND DIE STADT

von Gerlind Reinshagen
Therese Affolter Foto: Oliver Betke

Ein Morgen in Berlin 1944. Die bekannte jüdische Lyrikerin Gertrud Kolmar verlässt das Haus mit dem Entschluss, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Selbsttötung statt KZ. Sie läuft zur Siegessäule, besteigt die Treppe, will springen. Ihr letzter Weg mündet in einen Fluss voller Erinnerungen an das, was gewesen ist: Freunde, Schönheit, Schmerz, Sehnsucht, Zuversicht. Es entsteht ein Bolero voller Sehnsucht. Sehnsucht des Lebens nach sich selbst. Am Ende siegen Kolmars Eigensinn und Trotz über die Verzweiflung. Sie steigt herunter von der Siegessäule mit dem Entschluss: „Lieber der Dreck unter ihren Stiefeln werden, als sich selbst zu zerstören!“ Ihre Liebe zum Leben siegt über die Angst vor dem Tod. Sie ist der Souverän ihrer selbst. „Die Frau und die Stadt“ ist eine berührende Ermutigung zur radikalen Selbstbestimmung. Der Text entfaltet eine lyrische Kraft voller Schönheit, in dem das Leben in seiner Sehnsucht nach sich selbst mitreißend erlebbar wird. Ein Abend voller Gefühle und Erkenntnisse über unser Menschsein.

Regie: Alfred Kirchner
Mit: Therese Affolter




Aufführungstermine und Ticketbestellung

 

« Zurück | Alle Stücke »